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Ostern

 

Was war an Ostern?

Ostersonntag wird am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang gefeiert. Nach dem im Westen gültigen gregorianischen Kalender findet es frühestens am 22. März, spätestens am 25. April statt. Dieses Jahr also am 5. April

Ostern ist das älteste christliche Fest. Christen in aller Welt feiern an diesem Tag die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, der am Karfreitag am Kreuz für die Schuld der Menschen gestorben ist.

Die Wurzeln von Ostern liegen im jüdischen Passah- (Pessach)-Fest. Man hört das noch in den romanischen Namen von Ostern, französisch “pâques” zum Beispiel. Sein Inhalt jedoch ist spezifisch christlich: Ostern ist die Erinnerung an die Auferstehung Jesu von den Toten (vgl. Markus-Evangelium 16,6).

Die Osterzeit beginnt mit dem Ostermorgen und endet 50 Tage später mit Pfingsten. Bis zum 3. Jahrhundert feierte man Ostern als einen Festtag, im 3. Jahrhundert wurde dann die Woche vorher, die Karwoche, als Vorbereitungszeit zur Fastenzeit; im 4. Jahrhundert wurden die “drei heiligen Tage” von Gründonnerstag Abend bis Ostersonntag Morgen als Höhepunkt des Kirchenjahres eingeführt.

Nach dem Sabbat aber, beim Anbruch des ersten Wochentages, kamen Maria aus Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen.
Und sie sagten zueinander: Wer wird uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen?
Doch wie sie hinschauen, sehen sie, dass der Stein weggewälzt ist. Er war sehr gross.
Und sie gingen in das Grab hinein und sahen auf der rechten Seite einen jungen Mann sitzen, der mit einem langen, weissen Gewand bekleidet war; da erschraken sie sehr.
Er aber sagt zu ihnen: Erschreckt nicht! Jesus sucht ihr, den Nazarener, den Gekreuzigten. Er ist auferweckt worden, er ist nicht hier.

Gründonnerstag

Der Gründonnerstag ist der Donnerstag in der Karwoche. Am Abend vor dem Todestag Jesu (dem Karfreitag) erinnert sich die Christenheit an das sogenannte Abendmahl.

Dieses Abendmahl, das Abschiedsessen Jesu mit seinen engsten Vertrauten, ist der Ursprung der Abendmahlfeier (katholisch: Eucharistiefeier). Die Christen aller Welt feiern am Gründonnerstagabend die Einsetzung dieses Ritus.

Erinnert wird im traditionellen Gründonnerstagsgottesdienst aber auch an die Geschichte der Fusswaschung: Jesus wäscht seinen Jüngern die Füsse und macht so seine Dienstbarkeit deutlich. – Füsse zu waschen war Sklavenarbeit. Weitere traditionelle Motive des Gründonnerstags sind die Erinnerung an das einsame Gebet Jesu auf dem Ölberg, an seine Verhaftung, Vernehmung und Geisselung. 

Karfreitag

Dieser Tag ist der Überlieferung nach der Todestag von Jesus und heute der höchste kirchliche Feiertag. Karfreitag und Karsamstag beschliessen die Karwoche und liegen unmittelbar vor Ostern.

Der Karfreitag wird seit dem 2. Jahrhundert als Trauertag begangen. An ihm fanden der Prozess, die Hinrichtung und die Beerdig ung Jesu am Karfreitag statt. Nach dem jüdischen Kalender ist Jesus am 15. Nisan mittags um die neunte Stunde am Kreuz auf dem Kalvarienberg gestorben. Dem gregorianischen Kalender zufolge könnte dies der 7.April des Jahres 30 oder der 3. April des Jahres 33 nachmittags um drei Uhr gewesen sein. Der Karfreitag galt früher für die evangelischen Christen als strenger Busstag und ist heute höchster kirchlicher Feiertag.