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Martin Günthardt

Pfarrer
Am Wettingertobel 38, 8049 Zürich
043 311 40 51, martin.guenthardt@zh.ref.ch

Besondere Aufgaben

Persönlich

Pfarrer zu 100%, seit 2.8.2013,
verheiratet mit Jaqueline Horst.

Etwas zu meiner Geschichte: Aufgewachsen bin ich in Gockhausen hinter dem Zürcher Zoo und habe das Literargymnasium Rämibühl besucht. Im Religionsunterricht kam ich durch den Pfarrer in Kontakt mit dem Grossmünster, wo ich 1986 konfirmiert wurde und durch die Jugendarbeit eine kirchliche Heimat gefunden habe. Unzählige Lager, Weekends und gemeinsame Erlebnisse haben Freundschaften und Beziehungen geschaffen, die mir bis heute wichtig sind.
Nach der Matura habe ich mich aber zuerst für meine andere grosse Leidenschaft, die Musik entschieden, und 1998 an der Swiss Jazz School in Bern das Diplom für Klavier gemacht. Bereits während meiner Ausbildung habe ich in Eschenbach/SG an der Jugendmusikschule unterrichtet und mit Schülerbands und Chören gearbeitet. Daneben habe ich in verschiedenen Gruppen Jazz, Gospel, Pop und Rock gespielt und bin jahrelang in Jazzclubs, Kleintheatern und Hotels aufgetreten.
Gleichzeitig verspürte ich aber auch den Wunsch meinen Glauben intellektuell zu vertiefen, und so habe ich parallel das Theologiestudium an der Uni Zürich begonnen, dass ich im Herbst 2001 abgeschlossen habe.
Nach dem Vikariat im Grossmünster war es mein Wunsch, christliches Leben in einem anderen Kulturkreis kennenzulernen und so übernahm ich 2003 das Gemeindepfarramt der Iglesia Evangélica Suiza in Misiones, Argentinien, einer Schweizer Auslandsgemeinde, die vom Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund (SEK) unterstützt wird. Diese evangelisch-reformierte Kirchgemeinde, 1944 von Schweizer Auswanderern gegründet, hat ab 1962 eine Sekundarschule mit Berufsausbildung für Landwirte und Mechaniker aufgebaut, das Instituto Línea Cuchilla, dessen Leitung ich ab 2007 für sechs Jahre übernommen habe.In Misiones habe ich auch 2005 meine Frau Jaqueline Horst kennengelernt. Sie ist ordinierte Pfarrerin der Evangelischen Kirche lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (IECLB) und hat ab 2007 meine Arbeit als Gemeindepfarrer weiter geführt. Die Herzlichkeit und Offenheit der südamerikanischen Mentalität haben mich geprägt, aber auch die grossen sozialen Unterschiede, die Korruption und die oft schwierig zu ertragenden Ungerechtigkeiten der dortigen Gesellschaft.

Nach 10 Jahren Argentinien war es unser gemeinsamer Wunsch, in die Schweiz zu kommen und unsere Erfahrungen in die Zürcher Landeskirche einzubringen. Ich freue mich sehr, hier in Höngg im Team in einer sehr lebendigen Kirchgemeinde mit vielen Aktivitäten und Angeboten zu arbeiten und speziell in der Jugendarbeit mitwirken zu können. Ich hoffe, dass wir uns bald kennenlernen werden und sage: „¡Hasta pronto, que Dios le bendiga!“

Martin Günthardt (Zürich, 7. Juli 2013)